{"id":11392,"date":"2024-10-17T13:26:56","date_gmt":"2024-10-17T11:26:56","guid":{"rendered":"https:\/\/exground.com\/?p=11392"},"modified":"2024-10-18T23:18:53","modified_gmt":"2024-10-18T21:18:53","slug":"pressemitteilung-16-10-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/exground.com\/pressemitteilung-16-10-2024\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung"},"content":{"rendered":"\n<p>Pressemitteilung 16. Oktober 2024<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>exground filmfest 37: Themenschwerpunkt Flucht und Vertreibung&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Vom 15. bis 24. November bietet das exground filmfest reichlich Gelegenheit, mit den Filmschaffenden ins Gespr\u00e4ch zu kommen sowie den Horizont zu erweitern. F\u00fcr besondere Horizonterweiterung sorgt der traditionelle exground-<strong>Fokus<\/strong>. In diesem Jahr ist der spezielle Blick auf <strong>Flucht und Vertreibung <\/strong>gerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ausgerechnet das Thema? exground filmfest ist auch ein Forum f\u00fcr gesellschaftspolitischen Austausch. Im Vergleich zu fr\u00fcheren Ausgaben mit lokalem L\u00e4nderschwerpunkt nimmt die 37. Ausgabe von exground filmfest eine globale Perspektive ein und befasst sich mit einem Thema, das die Welt und den Kontinent mehr denn je besch\u00e4ftigt. Der Themenschwerpunkt \u201eFlucht und Vertreibung\u201c zeigt engagierte fiktionale und dokumentarische Arbeiten des Weltkinos, die sich jenseits einfacher Antworten mit den komplexen Ursachen und Folgen von Flucht auseinandersetzen: mit Klimawandel, Kriegen, Hunger, Menschenrechtsverletzungen, fehlender Rechtsstaatlichkeit, Verfolgung, neokolonialer Ausbeutung und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit. Neben dem tats\u00e4chlichen Fluchtgeschehen und Abschottungstendenzen beleuchtet der Themenschwerpunkt die vielf\u00e4ltigen Fluchtursachen und m\u00f6gliche Auswege.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwerpunktsektion umfasst stilistisch und konzeptionell eigenwilliges, emotional bewegendes und gesellschaftlich relevantes Kino, erg\u00e4nzt um ein \u00e4u\u00dferst vielseitiges Rahmenprogramm.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Highlights aus dem Fokusprogramm&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er\u00f6ffnet wird exground filmfest 37 mit dem ersten Film aus dem Fokusprogramm: <strong>THE STORY OF SOULEYMANE <\/strong>(FR 2024) von <strong>Boris Lojkine, <\/strong>ein eindringlich gespieltes Drama um den als Fahrradkurier in Paris ausgebeuteten Gefl\u00fcchteten Souleymane.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Dokumentation <strong>BACKGROUND (<\/strong>DE 2023) erinnert sich der aus Syrien geflohene Leipziger Filmemacher <strong>Khaled Abdulwahed<\/strong> zusammen mit seinem in Aleppo ausharrenden Vater an dessen Ingenieursstudium in Sachsen Mitte der 1950er. In Telefonaten scherzen sie \u00fcber kulturelle Eigenheiten und kommentieren Khaleds detektivische Suche in den deutschen Archiven. Fotos des Vaters werden bearbeitet, und der K\u00f6rper wird in die Orte von heute \u00fcbertragen. Dabei entsteht ein vielschichtiges Panorama \u00fcber die Verwobenheit beider L\u00e4nder und die Rolle von Bildern im Prozess des Erinnerns. Der Film wurde mit dem Gro\u00dfen Preis beim FID Marseille 2023 ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MY FATHER\u2019S PRISON <\/strong>(VE\/ CZ 2023) von<strong> Ivan Andres Simonovis Perti\u00f1ez <\/strong>f\u00fchrt nach Venezuela, das seit einigen Jahren Schauplatz einer der gr\u00f6\u00dften Fluchtbewegungen weltweit ist. Millionen Menschen treibt das korrupte Maduro-Regime ins Ausland. In MY FATHER\u2019S PRISON erz\u00e4hlt ein im Berliner Exil lebender Filmemacher mithilfe von Videoaufnahmen die Geschichte seines Vaters, der als Polizeichef von Caracas zu 30 Jahren im gef\u00fcrchteten Gef\u00e4ngnis \u201eEl Helicoide\u201c verurteilt wird. Als die Haftstrafe nach langer Zeit und infolge internationalen Drucks in Hausarrest umgewandelt wird, plant die Familie eine aufsehenerregende Flucht.<strong>&nbsp; <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cyrielle Raingous <\/strong>(FR\/CA 2023)<strong> THE SPECTER OF BOKO HARAM<\/strong> spielt in einer Grenzregion zwischen Kamerun und Nigeria, die von der islamistischen \u201eBoko Haram\u201c terrorisiert wird und dennoch Zufluchtsort vieler Menschen ist. Milit\u00e4r patrouilliert in den Stra\u00dfen. Das M\u00e4dchen Falta bittet die Mutter, ihr vom Tod des Vaters zu erz\u00e4hlen. Den Br\u00fcdern Ibrahim und Mohamad f\u00e4llt es schwer, sich nach den Erlebnissen als Kindersoldaten auf die Schulroutine einzulassen. Cyrielle Raingou schafft in ihrem Deb\u00fct eine behutsam-respektvolle Momentaufnahme dieser traumatisierten Kinder, aus denen trotz alledem so viel Lebensfreude strahlt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11372\" srcset=\"https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_THE-SPECTER-OF-BOKO-HARAM-1.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Oksana Karpovychs INTERCEPTED <\/strong>(CA\/FR\/UA 2024) nimmt das Publikum mit in den Krieg. Ein schaukelndes Kind voll Leichtigkeit, dann ausgebrannte Panzer am Stra\u00dfenrand. Pl\u00f6tzlich Stimmen auf Russisch. \u201eHi Mama, kannst du dir einen Moment nehmen, um zu reden?\u201c Der Beginn einer Reihe von Telefonaten zwischen russischen Soldaten und ihren Familien. Kombiniert mit den oft tableauhaften Aufnahmen zerst\u00f6rter ukrainischer Orte, schaffen sie eine gespenstische Reibungsfl\u00e4che. Banale Gespr\u00e4che wechseln sich ab mit Gest\u00e4ndnissen \u00fcber exzessive Gewalt und der Propaganda der Zuhausegebliebenen. Ein bemerkenswerter Versuch \u00fcber Ursache und Wirkung ist der Regisseurin gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SONG OF ALL ENDS <\/strong>(FR 2024)von <strong>Giovanni C. Lorusso <\/strong>zeigt poetische Alltagsbilder aus dem Schatila-Camp in Beirut. 1949 wurde es f\u00fcr vertriebene Pal\u00e4stinenser errichtet und erlangte durch das Massaker von 1982 grausame Ber\u00fchmtheit. Seit der verheerenden Hafenexplosion im Jahre 2020 trauert die Familie Alhaddad um das verstorbene M\u00e4dchen Houda. Den meist schwarz-wei\u00dfen Bildern wohnen die Schocks der Vergangenheit trotz ihrer Sch\u00f6nheit tief inne. Zwei Jahre lang besuchte der Italiener Lorusso diesen Ort und schuf ein stilles, an die Filme Pedro Costas erinnerndes Doku-Meisterwerk, angereichert mit den Geistern der Fiktion.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"733\" src=\"https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3-1024x733.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11377\" srcset=\"https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3-300x215.jpg 300w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3-768x550.jpg 768w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3-1536x1099.jpg 1536w, https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_SONG-OF-ALL-ENDS-3.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mahdi Fleifels <\/strong>sehr authentischer Thriller <strong>TO A LAND UNKNOWN <\/strong>(GB\/FR\/GR\/NL\/QA\/SA 2024) spielt in Athen, wo die Cousins Chatila und Reda mit Kleinkriminalit\u00e4t und Sexarbeit an Geld und gef\u00e4lschte P\u00e4sse f\u00fcr die Weiterreise nach Europa zu kommen versuchen. Irgendwann ist alles zum Greifen nah, doch Drogen und ihre Entscheidung, sich als Schmuggler zu versuchen, f\u00fchren sie in d\u00fcsteres Terrain. Pal\u00e4stina und Deutschland bleiben beide auf ihre Art ein Traum. Mahdi Fleifel inszenierte ein mitrei\u00dfendes Buddy-Movie \u00fcber die Traurigkeit des Exils. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>MOTHERSHIP <\/strong>(FR\/BE 2023) von <strong>Muriel Cravatte <\/strong>verfolgt die Arbeit auf der \u201eOcean Viking\u201c, dessen Crew sich aufgrund des Versagens Europas der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer verschrieben hat. Sie nehmen Menschen aus \u00fcberf\u00fcllten Booten auf, stellen Essen, medizinische Versorgung und psychologische Beratung bereit und bieten Schutz vor der libyschen K\u00fcstenwache. Gleichzeitig versuchen sie, europ\u00e4isches Recht durchzusetzen und Einlaufgenehmigungen zu erwirken. Ein fesselndes Portr\u00e4t voll Hoffnung in Zeiten, in denen neben tausenden von Menschen die letzten humanen Werte zu kentern drohen. <\/p>\n\n\n\n<p>In <strong>OPPONENT<\/strong> (SE 2024) inszeniert der Exil-Iraner <strong>Milad Alami<\/strong> die Geschichte von Iman und seiner Familie, die aus dem Iran nach Schweden kommen und sich dort in Eislandschaften, st\u00e4ndig wechselnden Unterk\u00fcnften und einem ungewissen Asylprozess wiederfinden. Um ihre Chancen auf einen Aufenthaltstitel zu steigern, beginnt der ehemalige Profiwrestler wieder auf die Matte zu treten. Dabei kommt es nicht nur zu erotischen Spannungen mit dem jungen Thomas, sondern Iman trifft auch auf sein ehemaliges Team, mit dem noch Rechnungen offen sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nicole V\u00f6geles THE LANDSCAPE AND THE FURY<\/strong> (CH 2024) befasst sich mit der bosnisch-kroatischen Grenze: Altes Kriegsger\u00e4t steht in den W\u00e4ldern, und auf dem Laub liegen aufgeweichte Passbilder Gefl\u00fcchteter. Auf ihrer strapazi\u00f6sen Odyssee \u00fcber die Balkanroute ziehen sie durch Landschaften, in denen Minenr\u00e4umtrupps die gef\u00e4hrlichen \u00dcberreste der Kriege der 1990er beseitigen. Damals zwang die Gewalt in Ex-Jugoslawien hunderttausende Menschen zur Flucht. Heute treffen die aus Syrien, Afghanistan und anderen Konfliktregionen Aufgebrochenen auf ein europ\u00e4isches Grenzregime, das die Schutzsuchenden entmenschlicht und zur\u00fcckdr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellungen, Lesungen und Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im <strong>Murnau-Filmtheater<\/strong> wird die mehrfach ausgezeichnete Wanderfoto-Ausstellung <strong>\u201eSchau mich an \u2013 Gesicht einer Flucht\u201c <\/strong>gezeigt, die als Ehrenamtsprojekt im Asylkreis Haltern am See entstanden ist. Die Ausstellung l\u00e4dt dazu ein, genauer hinzuschauen. Wer sind die Gefl\u00fcchteten, die bei uns Schutz suchen? Was hat sie in die Flucht getrieben? Wie geht Fliehen \u00fcberhaupt? Und schlie\u00dflich: Wie haben die Menschen ihre Ankunft in Deutschland erlebt?<\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Nassauische Kunstverein Wiesbaden<\/strong> zeigt im Rahmenprogramm vom <strong>31. Oktober 2024 bis 16. Februar 2025 <\/strong>Videokunst von der Fluxus-Stipendiatin Maja Smrekar unter dem Titel <strong>I HUNT NATURE AND CULTURE HUNTS ME<\/strong> und <strong>SUPERPOSITION \u2013 TEIL II<\/strong>. Die Werke greifen das Festivalthema aus der Perspektive nichtmenschlicher Akteure auf. Das Video zeigt Smrekars Performance mit W\u00f6lfen und Wolf-Hund-Hybriden. Die K\u00fcnstlerin erforscht die emotionale Beziehung zwischen Mensch und Hund und verweist auf ihre Koevolution. Nicht Flucht und Vertreibung sichern das \u00dcberleben, sondern Kooperation und Toleranz.<\/p>\n\n\n\n<p>In der <strong>Mauritius-Mediathek <\/strong>findet am <strong>Freitag, 22. November<\/strong>, um 18.30 Uhr die Lesung von <strong>Ronya Othmann<\/strong> aus <strong>\u201eVierundsiebzig\u201c<\/strong> statt. Das Gespr\u00e4ch wird von Anna Yeliz Schentke moderiert und ist vom Tr\u00e4gerkreis \u201eWIR in Wiesbaden\u201c, Spiegelbild \u2013 Politische Bildung aus Wiesbaden und F\u00f6rderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. mitorganisiert. Ronya Othmann hat eine Form f\u00fcr das Unaussprechliche gesucht, um den Genozid an der \u00eaz\u00eedischen Bev\u00f6lkerung, den vierundsiebzigsten, ver\u00fcbt 2014 in Shingal von K\u00e4mpfern des IS, zu beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>In der <strong>Krypta der Marktkirche<\/strong> findet am <strong>Sonntag, 17. November um <\/strong>16.30 Uhr der Vortrag: <strong>EINBLICKE IN DIE ZIVILE SEENOTRETTUNG AN EUROPAS GRENZEN<\/strong> mit Hennes Grossmann und Mirjam Reininger statt. W\u00e4hrend in der Festung Europa die Forderungen nach Abschottung immer lauter werden, ertrinken vor ihren Mauern auf dem zentralen Mittelmeer weiterhin jedes Jahr tausende Menschen. Vereine wie RESQSHIP versuchen, diesem Sterben mit zivil betriebenen Schiffen etwas entgegenzusetzen. In diesem Vortrag berichten Crewmitglieder des von RESQSHIP betriebenen Motorseglers \u201eNadir\u201c von ihren Eins\u00e4tzen und den menschenunw\u00fcrdigen Zust\u00e4nden vor Europas K\u00fcsten. Ein kurzer Film mit Aufnahmen von Bord und anschlie\u00dfendem Gespr\u00e4ch l\u00e4sst Raum f\u00fcr Ihre Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>Samstag, 23. November<\/strong>, findet um15 Uhr in<strong> Murnau-Filmtheater <\/strong>das <strong>PANEL ZUM THEMENSCHWERPUNKT FLUCHT UND VERTREIBUNG <\/strong>statt. Bilder von Flucht, Vertreibung und Exil sind allgegenw\u00e4rtig. In den Nachrichten, den sozialen Medien und im Kino. Doch welche Blickwinkel und Filmformen brechen Stereotype und Machtstrukturen auf und schaffen wirkliche Gegenbilder zum verrohten Diskurs? Wie kann Solidarit\u00e4t funktionieren? Kann Film etwas an den Verh\u00e4ltnissen \u00e4ndern? Robin Vanbesien, Regisseur von HOLD ON TO HER, Hoda Taheri, Regisseurin von MOTHER PRAYS ALL DAY LONG, diskutieren unter der Moderation von Amos Borchert, Kurator des Themenschwerpunkts.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Matinee<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Sonntagsmatinee<\/strong> schlie\u00dft den diesj\u00e4hrigen Themenfokus Flucht und Vertreibung von exground filmfest geb\u00fchrend ab. Am 24. November um 12 Uhr wird die Dokumentation <strong>HOLD ON TO HER<\/strong> (BE 2024) in Anwesenheit des Regisseurs <strong>Robin Vanbesien<\/strong> gezeigt. 2018 wird in Belgien ein Transporter mit fliehenden Menschen von der Polizei beschossen. Die zweij\u00e4hrige Mawda Shawri stirbt. Einige Jahre sp\u00e4ter organisieren Regisseur Robin Vanbesien und Aktivisten eine Zusammenkunft und geben Mawda eine Stimme. Auf der Grundlage von vorher gef\u00fchrten Interviews, die als Voiceover \u00fcber den Bildern liegen, stellen sie einen Ort des kollektiven Gedenkens her, der Wut, Trauer, politischen Forderungen und einer Gegenerz\u00e4hlung zu den staatlichen L\u00fcgen Raum schafft. Im Gespr\u00e4ch mit Amos Borchert wird Robin Vanbesien unter anderem \u00fcber die inhaltlichen und \u00e4sthetischen Konzepte von HOLD ON TO HER, den Begriff des \u201ecin\u00e9 place-making\u201c und den von ihm mitbegr\u00fcndeten Zusammenschluss \u201eThe Post Film Collective\u201c sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Filmpreis Amnesty International Wiesbaden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Traditionell macht sich exground filmfest f\u00fcr das Wahren der Menschenrechte stark. Die schon seit vielen Jahren etablierte Kooperation mit <strong>Amnesty International<\/strong> hat dieses Jahr einen besonderen Stellenwert erhalten. Neben den traditionellen Preisen wird 2024 der <strong>Filmpreis Amnesty International Wiesbaden<\/strong>, dotiert mit 1.000 EUR, durch eine Jury an den besten Film im Themenschwerpunkt <strong>Flucht und Vertreibung<\/strong> vergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfz\u00fcgig gef\u00f6rdert wird der Schwerpunkt wieder vom <strong>Kulturfonds Frankfurt RheinMain<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a><a href=\"https:\/\/exground.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ex37_Fokus-Booklet.pdf\">Zu finden ist die ex37 Fokus-Brosch\u00fcre hier.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erneut werden Filme in den Nachspielorten im Rhein-Main-Gebiet zu sehen sein:<\/p>\n\n\n\n<p>Pupille \u2013 Kino in der Uni, Mertonstra\u00dfe 26\u201328, 60325 Frankfurt am Main.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vollst\u00e4ndige Programm des Festivals wird nach der <strong>Pressekonferenz (31. Oktober, 11 Uhr, Caligari FilmB\u00fchne)<\/strong> bekanntgegeben und ist dann unter <a href=\"http:\/\/www.exground.com\/\">www.exground.com<\/a>&nbsp;zu finden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>exground filmfest dankt allen F\u00f6rderern und Kooperationspartnern!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a><a href=\"https:\/\/1drv.ms\/w\/s!AtmhbVV_0aRHg7xDdGaJ4Dk71jRN6Q?e=ffJ3Ae\">ex37_Partner_Sponsoren_2024.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/1drv.ms\/w\/s!AtmhbVV_0aRHg7xDdGaJ4Dk71jRN6Q?e=ffJ3Ae\"><\/a>\u2014\u2014\u2013&nbsp;<br>Pressekontakt:&nbsp;<br>Wiesbadener Kinofestival e. V.&nbsp;<br>exground filmfest&nbsp;<br>Marta Moneva-Enchev&nbsp;<br>presse@exground.com&nbsp;<br><a href=\"http:\/\/www.exground.com\/\">www.exground.com<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung 16. Oktober 2024 exground filmfest 37: Themenschwerpunkt Flucht und Vertreibung&nbsp; Vom 15. bis 24. 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