CAMORRA [UN COMPLICATO INTRIGO DI DONNE, VICOLI E DELITTI]

22.11.2020 12:00 – Caligari FilmBühne

Italien/USA 1985 105 Min. ital. Omd+frzU

von Lina Wertmüller

Drehbuch: Lina Wertmüller, Elvio Porta, Kamera: Giuseppe Lanci, Schnitt: Luigi Zitta, Produktion: Italian International Film, Produzenten: Fulvio Lucisano, Menahem & Yoram Golan, Darsteller: Àngela Molina, Harvey Keitel, Isa Danieli, Paolo Bonacelli, Elvio Porta

Die ehemalige Sexarbeiterin Annunziata betreibt ein Hotel in Neapel. Als ein ehemaliger Freier zudringlich wird, ereilt ihn der Tod. Er bleibt tot mit einer Spritze in den Hoden zurück. Die Polizei beginnt zu ermitteln, doch ihr steht eine Wand des Schweigens gegenüber. Dem ersten Toten folgen weitere. Die Spuren scheinen zunächst in Richtung rivalisierender Clans der Camorra zu weisen, doch dann bekennt sich eine Gruppe von Frauen zu den Taten. Lina Wertmüller stellt ihre gewohnt grelle Mischung von Charakteren in CAMORRA in den Dienst eines Gesellschaftsbilds Süditaliens im Kampf gegen organisiertes Verbrechen, Drogenhandel und Patriarchat. Eine ebenso kluge wie unterhaltsame Farce über männliche Eitelkeiten, kämpferische Frauen und ein Neapel, das sich nicht unterkriegen lässt.

In Kooperation mit dem italienischen Filmfestival Verso Sud, das Lina Wertmüller und der Arbeit von anderen Regisseurinnen aus dem Süden Italiens ab Ende November in Frankfurt am Main zusammen mit der Kinothek Asta Nielsen eine Hommage widmet.

Lina Wertmüller, geboren 1928, begann ihre Karriere als Assistentin bei Federico Fellini (u. a. bei DAS SÜSSE LEBEN) und begann, ab 1963 eigene Filme zu drehen. Ab den 1970er-Jahren erlangte sie internationale Anerkennung mit Filmen wie MIMI, IN SEINER EHRE GEKRÄNKT (1972). Danach arbeitete sie kontinuierlich für Film und Fernsehen. 2004 drehte sie ihren bislang letzten Film.

Filmografie (Auswahl): 1972 MIMI, IN SEINER EHRE GEKRÄNKT, 1973 LIEBE UND ANARCHIE, 1975 SIEBEN SCHÖNHEITEN, 1985 CAMORRA

Auszeichnungen (Auswahl): Interfilm Preis – Otto Dibelius Filmpreis (Internationale Filmfestspiele von Berlin 1986), vier italienische Filmpreise „David di Donatello“ (Italienische Filmakademie, Rom/Italien 1986)

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Mark Truesdale
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