BALANGIGA: HOWLING WILDERNESS


20.11.2018 17:30 – Murnau-Filmtheater

Philippinen 2017 120 Min. Omd+eU
Deutschland-Premiere

von Khavn De La Cruz

Drehbuch: Jerry Gracio, Khavn De La Cruz, Kamera: Albert Banzon, Schnitt: Carlo Francisco Manatad, Produktion: Kamias Overground, QCinema, Produzent: Achinette Villamor, Khavn De La Cruz, Darsteller: Justine Samson, Pio Del Rio, Warren Tuaño

1901: Ein kleiner Junge, sein Großvater und ihr Wasserbüffel fliehen aus Balangiga, um den US-amerikanischen Besatzern unter General Smith und dem bevorstehenden Massaker nach dessen „Töten und Verbrennen“-Befehl zu entgehen. Zwar bewegen sie sich nur durch Wildnis, doch Tod und Verwüstung ist überall. Auf ihrem Weg finden sie ein Kleinkind zwischen Bergen von Leichen. Gemeinsam versuchen sie zu überleben und ziehen durch eine „heulende“ Wüstenei.

Der grauenvolle Krieg, in dem die USA die junge Republik der Philippinen zu ihrer Kolonie machten, ist einer der ersten Genozide im 20. Jahrhundert – und nahezu vergessen. Zeit, sich zu erinnern! Kavn Dela Cruz: „Die Besetzung der Philippinen war der erste Krieg, in dem amerikanische Offiziere und Truppen offiziell dessen angeklagt wurden, was heute als Kriegsverbrechen bekannt ist.“ Einer der Army-Slogan lautete: „Töte jeden über zehn.“

Khavn Dela Cruz hat bisher Regie geführt bei mehr als 150 Filmen: 52 Spiel- und 115 Kurzfilmen. Er hat 23 Alben komponiert und ist Autor von sieben Büchern. Zahlreiche seiner Werke erhielten die wichtigsten philippinischen Literaturpreise. Dela Cruz war zudem Juror bei vielen Filmfestivals, darunter die Berlinale und Dok Leipzig. Seine Werke wurden unter anderem ausgestellt im MoMA, im Guggenheim Museum und in der Tate Modern. Darüber hinaus unterrichtete er beim Berlinale Talent Campus und beim Goethe-Institut sowie kuratierte Programme für die Viennale und das Edinburgh International Film Festival. Retrospektiven seiner Werke liefen unter anderem auf den Filmfestivals in Rotterdam, São Paulo und Oberhausen. Sein RUINED HEART (2014) wurde vom Kameramann-Phänomen Christopher Doyle gefilmt.

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Rapid Eye Movies
Thorsten Peters
Deutschland
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