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MYANMAR DIARIES
14.11.2022 17:30 – Krypta der Marktkirche

Myanmar/Niederlande/Norwegen 2022 70 Min. burmes. OmeU

vom Myanmar Film Collective
Drehbuch: The Myanmar Film Collective, Kamera: The Myanmar Film Collective, Schnitt: The Myanmar Film Collective, Produzentin: Corinne van Egeraat, Produktion: ZIN Documentaire
Ein hybrider Film über das Leben unter dem Terrorregime in Myanmar nach dem Militärputsch vom 1. Februar 2021, anonym erzählt von einer Gruppe junger burmesischer Filmschaffender. MYANMAR DIARIES dokumentiert die Brutalität der Junta und den mutigen Widerstand dagegen – zu einer Zeit, in der das Land aus den Nachrichten verschwunden ist. Dieses wichtige Zeitdokument wurde 2022 zu Recht mit dem Berlinale-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

In ihrem Manifest schreibt das Filmemacher-Kollektiv: „Dieser Film handelt vom ‚frühlingshaften Traum‘ von Freiheit in Myanmar, der nur zehn Jahre währte, vom Enthusiasmus und von der Hoffnung einer jungen Generation, die brutal niedergeschlagen wurde.“ Die Künstlergruppe will mit ihrem Film den Menschen eine Stimme geben, die aktuell keine haben – in einem Land, in dem der Bevölkerung die Freiheit wieder genommen wurde.

Das Myanmar Film Collective (MFC) ist eine Gruppe junger burmesischer Filmemacher – sowohl Männer als auch Frauen –, die in diesen außergewöhnlich schwierigen Zeiten in ihrem Land ihre Arbeit fortsetzt und als einen Akt des kreativen Widerstands gegen das Militärregime begreift. Die Gruppe hat beschlossen, anonym zu bleiben, allein schon zu ihrer eigenen Sicherheit. Denn Tausende von Menschen werden in Myanmar verhaftet und ermordet, weil sie sich dem Militärregime widersetzen, und auch die Kreativwirtschaft wird zur Zielscheibe der Junta.

Filmografie: 2022 MYANMAR DIARIES

Auszeichnungen: Preis für den besten Dokumentarfilm (Internationale Filmfestspiele Berlin 2022)

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Salma Abdalla
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