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Pressemitteilung 5. Oktober 2026

Pressemitteilung 5. Oktober 2026


13 internationale Lang- und Kurzfilme bei den 23. exground youth days

13 internationale Lang- und Kurzfilme zeigt exground filmfest dem jungen Filmpublikum in der 23. Ausgabe der youth days. Im Fokus dieser Auswahl stehen die Lebensrealitäten junger Menschen. Jugendliche ab zwölf Jahren können sich auf sieben aktuelle Langfilmproduktionen vom 14. bis 19. November freuen, die jeweils mit deutschen Untertiteln in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden präsentiert werden. Zudem gehen sechs internationale Kurzfilme erstmals in einem eigenen Wettbewerbsprogramm an den Start. Das Wiesbadener Publikum darf sich zudem wieder auf zahlreiche Gäste freuen, die ihren Film persönlich in Wiesbaden vorstellen und darüber diskutieren werden.

Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb für Langfilme

Der Langfilm-Wettbewerb der exground youth days wird mit dem großartigen Drama DUA (XK/CH/FR 2026) von Blerta Basholli eröffnet. Kosovos offizielle Einreichung für den Oscar 2027 erzählt vom schwierigen Erwachsenwerden einer 13-Jährigen im Pristina der späten 1990er-Jahre. Obendrein werden sie und ihre Familie zunehmend Ziel von Diskriminierungen durch die serbische Polizei und Zivilbevölkerung, was Dua zu erdrücken droht. Einziger Lichtblick: Eine Klassenkameradin geht mit ihr zum Judo, um ihr die Kunst der Selbstverteidigung näherzubringen.

Vom Erwachsenwerden inmitten politischer Gewalt erzählt auch CONGO BOY (CF/CD/FR/IT 2026), dem Spielfilmdebüt von Rafiki Fariala. Der 17-jährige Robert träumt von einer Karriere in der Musikbranche. Doch der Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik und die Inhaftierung seiner Eltern zwingen ihn, allein für seine vier jüngeren Geschwister zu sorgen. Zwischen Gelegenheitsjobs, Schulprüfungen und Konzertbühnen hält er an seinem Traum fest. Beim Filmfestival von Cannes 2026 wurde CONGO BOY in der Reihe „Un Certain Regard“ mit dem Preis für den besten Schauspieler ausgezeichnet.

Mit Witz und Tempo widmet sich Molly Manners in EXTRA GEOGRAPHY (GB 2026) den Verwicklungen erster Gefühle und der Intensität jugendlicher Freundschaften. Flic und Minna sind beste Freundinnen und Musterschülerinnen an einem britischen Mädcheninternat. Um cooler zu werden, beschließen sie, sich in die nächste Person zu verlieben, die ihnen begegnet – ausgerechnet ihre Geografielehrerin Miss Delavigne. Manners, bekannt durch die Serie ONE DAY, feierte mit ihrem Spielfilmdebüt Premiere beim Sundance Film Festival 2026.

Wie sehr erste Liebe vertraute Bindungen erschüttern kann, zeigt auch SKIFF (BE/NL/SE 2025) von Cecilia Verheyden: Sportlicher Ehrgeiz und familiäre Loyalität werden darin infrage gestellt. Die 15-jährige Malou zählt im Ruderverein zu den Besten, wird von ihren Teamkameradinnen jedoch immer wieder gemobbt. Zu Hause ist ihr älterer Bruder Max ihr wichtigster Halt. Als sie sich in seine neue Freundin verliebt, steht plötzlich auch diese Beziehung auf dem Spiel. SKIFF wurde beim Internationalen Filmfestival von Gijón 2025 mit dem FIPRESCI-Preis für den besten Spielfilm ausgezeichnet.

Einen ungewöhnlichen Zugang zur Welt eines Jugendlichen eröffnet der Dokumentarfilm BUGBOY (GR/FR/DK 2026) von Lucas Paleocrassas. Nach der Scheidung seiner Eltern fällt es George besonders schwer, Kontakt zu anderen Menschen zu finden. In der Welt der Insekten entdeckt er einen Rückzugsort und freundet sich mit einer Grille an, die er „Isabella“ nennt. Über drei Jahre begleitet der Film ihn auf seinem Weg zu mehr Selbstvertrauen.

Außer Konkurrenz, aber nicht minder spannend selektioniert, findet im Rahmen von „Kino macht Schule“ in Kooperation mit dem Medienzentrum Wiesbaden die Schulveranstaltung statt. Die Wahl dafür ist auf den Schweizer Coming-of-Age-Spielfilm WYLD (CH 2025) gefallen. Der Film von Ralph Etter begleitet drei Jugendliche in Basel ein Jahr lang beim Erwachsenwerden und Verarbeiten persönlicher Krisen nach der Pandemie. Das Besondere daran ist, dass das Drama komplett mit Smartphones im Hochformat gedreht wurde und im Kino als innovativer, dreifacher Splitscreen auf der Leinwand zu sehen ist. Für die Vorführung von WYLD am 18. November 2026 um 10.30 Uhr wenden sich interessierte Schulklassen bitte an das Medienzentrum Wiesbaden e. V. unter: kino@mdz-wi.de oder Telefon 0611 1665841.

Attraktive Preisgelder

Eine Wiesbadener Jugendjury entscheidet über den besten Langfilm im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb. Die Landeshauptstadt Wiesbaden stiftet dafür ein Preisgeld von 2.500 EUR. Darüber hinaus wird ein Publikumspreis vergeben, der von der Landeshauptstadt Wiesbaden mit 1.000 EUR dotiert ist.

Internationaler Jugendfilm-Wettbewerb für Kurzfilme

Erstmals gehen in diesem Jahr am Sonntag, dem 15. November 2026, um 15 Uhr in der Caligari FilmBühne die sonst als Vorfilme gezeigten „Shortys“ in einem eigenen Wettbewerbsprogramm an den Start. Für den besten Kurzfilm vergibt eine vom Medienzentrum Wiesbaden etablierte „juryreif“-Jugendjury den Preis für den besten internationalen Kurzfilm der exground youth days, dotiert mit 500 EUR und gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V. Sechs Kurzspielfilme aus Serbien, Frankreich, Kanada, Tschechien und Deutschland haben es in die Endausscheidung geschafft.

In TARIK (RS 2025) von Adem Tutic wird das Leben eines Jugendlichen auf den Kopf gestellt: Er muss nach dem Verweis von der Schule seine Mutter verlassen und zur neuen Familie seines Vaters nach Novi Pazar ziehen. Einen unerwarteten Verlauf nimmt auch der Besuch des 16-jährigen Romain bei seinem Onkel in ROGER (FR 2026) von Dorian Magagnin: Als Romain eine Partyeinladung ausschlägt, hat er die Rechnung ohne Roger gemacht. Eigene Wege geht die junge Mutter in PIPPA AND LÉO (CA 2025) von Abeille Tard, die eines Nachts trotz Sperrstunde mit ihrem Baby die Unterkunft verlässt, in der sie von Sozialarbeiterinnen betreut wird. Vom Mut, sich gegen Ausgrenzung zu wehren, erzählt wiederum SAVAGES (CZ 2025) von Daniel Dandul: Ein Außenseiter verschafft sich bei einem Ausflug an den See erstmals Respekt. Auch in TROPHÄE (DE 2026) von Benjamin Hujawa gerät eine vertraute Ordnung ins Wanken. Als sein Vater ihn beim Masturbieren erwischt, muss der 14-jährige Max während des anschließenden Familienausflugs seine Vorstellung von Männlichkeit hinterfragen. TIGERLÄCHELN (DE 2025) von Stella Fachinger vervollständigt die Auswahl. Als Leni beim Einkaufen mit ihrer Mutter Klassenkameradinnen begegnet, beginnt sie, sich für die Armut ihrer Familie zu schämen – doch ausgerechnet eine Packung Cornflakes bringt Mutter und Tochter einander näher.

Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb

Wiesbadener Regietalente zwischen zwölf und 18 Jahren haben beim Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb am Samstag, dem 14. November 2026, um 15 Uhr in der Caligari FilmBühne die Chance, ihre eigenen Werke auf einer großen Leinwand zu präsentieren. Der Wettbewerb um den besten Wiesbadener Jugendfilm ist mit Geld- und Sachpreisen im Gesamtwert von 700 EUR dotiert. Das Publikum entscheidet über den Gewinner bzw. die Gewinnerin, der bzw. die den mit 500 EUR dotierten Hauptpreis, gestiftet vom Wiesbadener Kinofestival e. V., mit nach Hause nehmen darf. Doch auch die Regie des Films auf dem zweiten Platz geht nicht leer aus – dank eines Einkaufsgutscheins des Apple-Stores ergo sum im Wert von 200 EUR.

Das vollständige Programm des Festivals wird nach der Pressekonferenz am 29. Oktober 2026 um 14 Uhr in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden bekanntgegeben und anschließend auf www.exground.com veröffentlicht. Der Vorverkauf startet ebenfalls an diesem Tag.

exground filmfest dankt allen Förderern und Kooperationspartnerinnen!

ex39_Partner_Sponsoren_2026.pdf

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Pressekontakt:
Wiesbadener Kinofestival e. V.
exground filmfest
Marta Moneva-Enchev
presse@exground.com
www.exground.com